NACHTZUG NACH LISSABON



Deutschland 2012
Regie: Bille August
Darsteller: Jeremy Irons, Mélanie Laurent, Jack Huston, Martina Gedeck, Tom Courtenay, August Diehl, Bruno Ganz, Lena Olin

111 Minuten
FSK: 12

Bille August, Oscar-prämierter Spezialist für Literaturverfilmungen (FRÄULEIN SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE), inszeniert mit hochkarätiger Besetzung den Bestseller des Schweizers Pascal Mercier. Raffiniert verknüpft er die Lebens- und Liebesgeschichten zweier sehr unterschiedlichen Figuren aus verschiedenen Zeitebenen zu einem warmherzigen Drama.


Raimund Gregorius, Lateinlehrer und Altsprachengenie an einem Gymnasium, trifft auf der Kirchenfeldbrücke in Bern auf eine junge Portugiesin. Als sie sich in die kalten Fluten stürzen will, kann er sie gerade noch festhalten und retten. Doch kurz darauf verschwindet die Frau und zurück bleibt nur ihre Jacke mit einem Buch des portugiesischenArztes und Widerstandskämpfers Amadeu de Prado darin. In dem Buch entdeckt Gregorius ein Ticket für den Nachtzug nach Lissabon. Fasziniert von der Geschichte, den Ansichten und Gedanken des Verfassers, steigt er spontan in den Zug und lässt sein routiniertes Leben hinter sich. Durch die Perspektive von Raimund Gregorius, den Jeremy Irons blendend aufgelegt verkörpert, kann der Zuschauer Puzzlestück für Puzzlestück zusammensetzen und erlebt Amadeu de Prados packende und bewegende Geschichte voller politischer und emotionaler Intrigen zu Zeiten der Portugiesischen Revolution in den 1970er Jahren. Gregorius selbst entdeckt in Lissabon die Liebe, und seine Reise wird zur befreienden Suche nach dem wahren Sinn des Lebens. Jeremy Irons zur Seite steht ein hervorragendes Ensemble mit hochrangigen internationalen Stars wie Charlotte Rampling, Bruno Ganz, Christopher Lee, Mélanie Laurent und Martina Gedeck. NACHTZUG NACH LISSABON nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und deren komplexe Geschichte. Der wunderschön fotografierte Film entwickelt sich zu einem philosophischen Thriller und übt gleichzeitig ganz nebenbei eine leise Kritik an der Routine eines immergleichen Alltags. Eine intellektuell anspruchsvolle und gleichzeitig spannende Literaturverfilmung.


„Ein Kunstfilm der gehobenen Klasse mit Schauspielern der Extraklasse!“ NDR




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