... UND ÄKTSCHN!


Regie: Frederick Baker
Darsteller: Gerhard Polt, Gisela Schneeberger, Maximilian Brückner

98 Minuten | ab 0
189. Woche

Herrliche Satire von und mit Gerhard Polt um den Konkurrenzkampf zweier Amateurfilmer in der bayerischen Provinz vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise.


Finanzblase und Umschuldungsprogramme, die mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar sind, findet man nicht nur in der Hochfinanz, sondern auch in der kleinen bayerischen Gemeinde Neufurth. Dort beobachtet jeder den anderen ganz genau, sozialer Neid bestimmt das Leben und letztlich steht allen finanziell das Wasser bis zum Hals. Der leidenschaftliche Amateurfilmer und letzter Kinosaurier Hans A. Pospiech (Gerhard Polt), der von sich selbst sagt „Zum Genie fehlt mir das Geld!“, hält sich nur über Wasser, indem er Weltkriegs-Memorabilien aus dem Nachlass seines Vaters verscherbelt. Sein größter Konkurrent um den Rang des Filmexperten im örtlichen Amateurfilmclub ist dessen Direktor Nagy (Nikolaus Paryla), im Hauptberuf erfolgloser Immobilienmakler mit missgünstigem Charakter. Treffpunkt des Provinz-Hahnenkampfs ist die Schankwirtschaft von Grete Neuriedl (Gisela Schneeberger), die mit lauter klammen Kunden auch keinen Blumentopf gewinnen kann. Zu den örtlichen Pleitegeiern gehören: Pospiechs Neffe Alfons (Maximilian Brückner), der Musikalien-Händler Fleischbauer und Hobbyhistoriker Brunnhuber. Die Posse beginnt, als Sparkassen-Direktor Faltermeier ein kreatives Finanzmanöver ersinnt, das seine Bilanzen wieder auf Vordermann bringen soll: Kulturförderung heißt der Trick. Er schreibt einen Filmwettbewerb aus, und natürlich siegt der mit dem größten Schuldenberg, also Pospiech. Der sieht endlich seine große Chance, Filmgeschichte zu schreiben – mit einem Film über Adolf Hitler, den „Oasch aus Braunau“! Da ist der persönliche Untergang gleichsam vorprogrammiert…


Polt: „Mein Thema ist die Selbstsicherheit von Menschen, auch wenn sie medioker sind - die Kraft der universalen Mittelmäßigkeit!“



ab 06.02.2014


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