11 FREUNDINNEN


Regie: Sung-Hyung Cho
Darsteller: Dokumentarfilm

102 Minuten | ab 0
227. Woche

Sung-Hyung Cho (FULL METAL VILLAGE) porträtiert die deutsche Frauen-Nationalmannschaft vor und während der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land.


Es ist eine phantastische Kulisse im Sommer 2011. Die deutsche Frauenfußballmannschaft tritt im Berliner Olympiastadion vor 74.000 begeisterten Zuschauern zu ihrem ersten Spiel an. Davon hatten die Fußballerinnen geträumt: Dass ihr Sport in der Mitte der Gesellschaft ankommen würde. Und davon, dass sie ihrem Publikum ein neues Sommermärchen bescheren könnten. Dann die Enttäuschung: Das Team der Gastgeber schied im Viertelfinale gegen Japan aus. 


Der neue Dokumentarfilm von Sung-Hyung Cho zeigt, was man auf dem Platz nicht sieht: die monatelangen Vorbereitungen. Und er lässt Spielerinnen sehr unterschiedlichen Temperaments erzählen: von Lira Bajramaj, die in den Medien als Miss WM gehandelt wurde, bis zu der burschikosen Newcomerin Dszenifer Marozsán. So entsteht ein Gruppenporträt jenseits der Klischees: von jungen Frauen, die leidenschaftlich gerne kicken, aber auch als Physiotherapeutinnen, Studentinnen oder Sachbearbeiterinnen im Leben stehen. Und die deshalb auch mit Niederlagen, Verletzungspech und Enttäuschungen umgehen können. Ja, Frauen spielen Fußball. Und sie lackieren sich die Nägel. Willkommen im 21. Jahrhundert!


„Geködert wurde ich durch den Zufall, dass in Duisburg die deutschen Frauen gegen Nordkorea antraten. Da fuhr ich natürlich gerne hin – und war begeistert von den kickenden Riesenfrauen , deren Superschminke locker 90 Minuten Fight durchhielt und die vom Platz gingen, als sei dort nicht viel passiert. Meine Haltung ist die eines Ethnographen, der Frauenfußball als kulturelles Feld betrachtet!“ SUNG-HYUNG CHO


"Ein vielschichtiges und differenzertes Porträt von Sportlerinnen, aber auch das einer Gesellschaft, in der der Frauenfußball seinen Platz sucht." programmkino.de



ab 23.05.2013


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