2046


Regie: Wong Kar-wai,
Darsteller: Tony Leung, Gong Li, Zhang Ziyi, Faye Wong

130 Minuten | ab 12
2500. Woche
Hongkong 1966: Der Schriftsteller Chow schreibt in seinem Hotelzimmer mit der Nr. 2046 an einem Science-Fiction-Roman. Je weiter er seine fiktive, in der Zukunft spielende Liebesgeschichte vorantreibt, desto tiefer taucht er auch in einen Strudel von Erinnerungen an eigene Liebesaffären ein.

Vor seinem inneren Auge treten die drei Frauen noch einmal auf, die für ihn wichtig waren. Jede hat ihre unauslöschliche Spur in seiner Seele hinterlassen, doch vor allem die Gedanken an seine einzige wirkliche, unerfüllt gebliebene Liebe verfolgen ihn.

In seinem Kopf entsteht ein geheimnisvoller, faszinierend schillernder Bilderreigen, ein Sog aus schönen und traurigen Gefühlen, geheimen Sehnsüchten und wilden Leidenschaften. Und bald wird klar, dass Phantasie und sehnsuchtsvolle Erinnerungen untrennbar miteinander verbunden sind...

Wongs neuer Film ist eine Art Sequel zu „In the Mood for Love“ und spielt mit seinem Titel nicht nur auf das Hotelzimmer, sondern auch auf das Jahr an, in dem Hongkong seinen Sonderstatus verlieren wird. 2046 kreist dabei um seine typischen Themen wie die Flüchtigkeit der Liebe und die Einsamkeit. Es geht um die Zeit in beschleunigten oder verlangsamten Bildern und um die melancholische Sehnsucht nach dem Vergangenen, die keiner so einfängt wie er.

Dass 2046 äußerst sehenswert ist, liegt nicht zuletzt an den kunstvoll mit Peer Rabens Musik, mit Bellini und Nat King Cole ineinander fließenden Bildkompositionen, die in jeder Einstellung so unsagbar schön sind. Und an der abermals von Christopher Doyle eingefangenen Nostalgie in kräftigen Gelb- und Rottönen.


ab 01.01.1970


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