Mit Siebzehn


Regie: André Techiné
Darsteller: Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila, Alexis Loret

116 Minuten | Frankreich 2016 | ab 12
7. Woche
Ein hinreißendes Jugenddrama mit starker Mutter vom französischen Altmeister André Téchiné: Zwei Jungs verprügeln sich in der Schule bei jeder Gelegenheit. Warum, das wissen sie selbst nicht so genau. Als die Mutter den Rivalen ihres Sohnes vorübergehend in ihrer Wohnung einquartiert, droht ein Fiasko… Höchste Zeit, dass dieser Berlinale-Liebling 2016 endlich auf die hiesigen Leinwände kommt!


Aus einem Tal in den Pyrenäen wird die Landärztin Marianne auf einen abgelegenen Berghof gerufen, um die Bäuerin zu untersuchen. Thomas, der Adoptivsohn der Kranken, gefällt ihr auf Anhieb gut: ein hübscher Kerl mit halbafrikanischen Wurzeln, dessen ruhige männliche Tatkraft sie
beeindruckt. Als die Mutter des Jungen ins Krankenhaus muss, fordert Marianne Thomas dazu auf, bei ihr und ihrem ehrgeizigen Sohn Damien in der Stadt zu wohnen. Sie ahnt nicht, dass die beiden sich nicht mögen und ständig aufeinander losgehen. Doch als Marianne ihre Raufereien entdeckt, weiß keiner zu sagen, woher die seltsame Feindschaft eigentlich rührt. Natürlich gehen die Rempeleien weiter. Doch hinter der ruppigen Fassade flackert etwas anderes auf – eine heimliche Faszination für den Gegner…


Gleich mit der ersten Einstellung trifft Téchiné, ein Meister des Naturalismus, mit traumwandlerischer Sicherheit den richtigen Ton. Dem sensationellen jungen Schauspieler-Duo glaubt man alle Nuancen ihres „Denn-sie-wissen-nichtwas-sie-tun“-Verhaltens, und Sandrine Kiberlain gelingt das Kunststück, die perfekte Mutter absolut echt zu verkörpern. Psychologisch präzise, visuell virtuos, atmosphärisch dicht und hinreißend gespielt in der grandiosen Berglandschaft der Pyrenäen – das ist Kino!

 

"Ein beglückender Film!" DER TAGESSPIEGEL

"André Techiné macht mit 73 seinen jugendlichsten Film – eine Offenbarung!" VARIETY

"Lohnenswert 2017: Zwei Jungs, die nicht voneinander lassen können, egal ob sie sich prügeln oder küssen!" SPIEGEL



ab 16.03.2017


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