Pawlenski - Der Mensch und die Macht


Regie: Irene Langemann
Darsteller: Dokumentarfilm

99 Minuten | Deutschland 2017 | ab 16
23. Woche
Der Film zeigt den Politkünstler Pjotr Pawlenski in seiner Beschäftigung mit der Freiheit des einzelnen Menschen gegenüber der Macht des Staates.

 

Irene Langemann begleitet den Künstler bei seiner Auseinandersetzung mit der Justiz, der eskalierenden Intoleranz und der Gewalt im heutigen Russland. 2012 erregt Pjotr Pawlenski internationales Aufsehen, als er sich den Mund mit einem groben Faden zunäht und im Zentrum von St. Petersburg eine Kunstaktion durchführt, um den verurteilten Mitgliedern von „Pussy Riot“ seine Solidarität zu bezeugen. Nach Pawlenskis Ansicht sind politische Künstler in Putins Russland zum Schweigen verurteilt. Mit seinen Aktionen möchte er die Beziehungen zwischen der Macht und der Gesellschaft zum Ausdruck bringen. Politische Kunst heißt für Pawlenski, die Hebel und die Mechanik der Macht darzustellen. In seiner berühmtesten Aktion setzt sich der Künstler im November 2013 nackt vor das Lenin-Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau und nagelt seinen Hodensack fest. Seine Aktion „Fixierung“ steht für Apathie und politische Gleichgültigkeit in der modernen russischen Gesellschaft. Sich selbst bezeichnet er bei den Kunstaktionen als die ‚Figur des Schweigens‘. Bei den meisten Aktionen tut Pawlenski nichts: Er liegt, steht oder sitzt. Alles was um ihn herum passiert, führen die Vertreter der Macht aus.



ab 16.03.2017


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