Über Leben in Demmin


Regie: Martin Farkas
Darsteller: Dokumentation

89 Minuten | Deutschland 2018 | ab 12
5. Woche
8. Mai in Deutschland: Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. In Demmin, einer kleinen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, formieren sich die Neonazis zum „Trauermarsch“. Dokumentation über einen tragischen Massensuizid und seine dramatischen Folgen.

 

Frühjahr 1945. Wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ereignet sich in Demmin eine unfassbare Tragödie: Hunderte Einwohnerinnen und Einwohner nehmen sich das Leben. Eltern töten ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. Bis zum Ende der DDR wird über die näheren Umstände des beispiellosen Massensuizids geschwiegen. Heute versuchen Neonazis mit einem alljährlichen „Trauermarsch“ die noch immer bestehende Leerstelle für ihre Zwecke zu missbrauchen. Demmin ist im Umgang mit den Ereignissen tief gespalten.

Regisseur Martin Farkas begibt sich in ÜBER LEBEN IN DEMMIN auf eine Reise in eine lang verdrängte Vergangenheit, trifft auf Menschen, die das Drama als Kinder erlebten und auf deren Nachkommen. Der Film zeigt eine Stadt, die mit ihrer Geschichte allein gelassen ist und spürt den Folgen des Traumas nach. Er erzählt von Depression, Gruppenzwang, Fremdenfeindlichkeit, falscher Trauer und dem politischen Missbrauch von Gefühlen – aber auch vom Überleben, vom Willen, sich gegen Hass und Fanatismus zu stellen und dem Wunsch, die Vergangenheit umfassend aufzuarbeiten.



Friedrichsbau Freiburg
HeuteSaSoMoDiMiDoFr
12:40
 
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