Hot Milk
Regie: Rebecca Lenkiewicz | Darsteller: Emma Mackey, Vicky Krieps, Fiona Shaw, Vincent Perez, Yann Gael | Großbritannien 2025 | Melodrama | Originalsprache: Englisch
Soa und ihre Mutter Rose suchen in einer spanischen Küstenstadt Hilfe bei dem mysteriösen Heiler Gómez, der den Schlüssel zu Roses rätselhafter Krankheit haben könnte. Während zwischen den beiden lange schwelende Spannungen hochkochen, fühlt sich Soa zu der freigeistigen Ingrid hingezogen… Rebecca Lenkiewicz` Regiedebüt: eine starke Adaption von Deborah Levys gleichnamigem Kultroman – mit Emma Mackey und Vicky Krieps in den Hauptrollen!
Rose (Fiona Shaw) und ihre Tochter Soa (Emma Mackey) reisen in eine malerische spanische Stadt am Meer, um einen Heiler aufzusuchen, der eine Behandlung für Rose' unerklärliche Krankheit verspricht. Doch während sie in der fremden Umgebung sind, beginnen sich die Spannungen zwischen Mutter und Tochter zu verstärken. Soa, die lange Zeit im Schatten ihrer überfürsorglichen Mutter gelebt hat, beginnt, sich von deren Kontrolle zu lösen und stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre mit einer verführerischen Fremden. Das verstärkt Sofias innere Zerrissenheit zwischen Unabhängigkeit und Verantwortung gegenüber ihrer Mutter und ihre neu entdeckte Freiheit stellt die fragile Mutter-Tochter-Beziehung auf eine harte Probe… Drehbuchautorin Rebecca Lenkiewicz, die für ihr Skript zu IDA mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, spielt in ihrem Debüt mit einigen großen Filmbildzitaten – so schleppt Sofia gerade eine Wassermelone mit sich herum, als sie das erste Mal auf Ingrid trifft, DIRTY DANCING lässt grüßen. Doch auch weit darüber hinaus sind es die Bilder, die HOT MILK in besonderer Weise ausmachen. Wie die Kamera die wunderschönen, trostlos erhabenen Küstenlandschaften – gedreht wurde aus Kostengründen übrigens in der Nähe der griechischen Hafenstadt Marathon – einfängt, verleiht diesem Drama eines heißen Sommers etwas bemerkenswert Zeitloses. Die Gründe für den gelähmten Zustand von Rose bleiben vage, der Score ist hypnotisch-mysteriös, Ambivalenz zieht sich durch alle Ebenen der traumartigen Inszenierung. Was sicher ist: Soa muss lernen, ihren eigenen Weg zu gehen.
» Ein Film von Frauen über Frauen, aber nicht die derzeit recht inflationär beschworenen starken Frauen, sondern fragile Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen mit ihrem Schicksal und ihrer Situation hadern; ein dichtes Netz von Abhängigkeiten und Manipulationsversuchen, an deren Ende eine finstere Zerreißprobe steht! « RADIO 3
