Hysteria

Regie: Mehmet Akif Büyükatalay | Darsteller: Devrim Lingnau, Nicolette Krebitz, Mehdi Meskar | Deutschland 2025 | Thriller

Als an einem Filmset ein verbrannter Koran gefunden wird, laufen die Dreharbeiten aus dem Ruder. Praktikantin Elif wird in ein gefährliches Spiel aus Geheimnissen, Anschuldigungen und Lügen hineingezogen… Doppelbödiger, provokanter Verschwörungsthriller voll unerwarteter Wendungen.

Im Verlauf der Dreharbeiten zu einem Spielfilm über die von Rechtsextremisten verübten Brandanschlage von Solingen wird für die Kunst ein Koran verbrannt. Das Ereignis löst mehr als nur Erschütterung bei den Komparsen aus dem nahe gelegenen Migrantenwohnheim aus, die Emotionen kochen auf mehreren Seiten hoch – und werden bevorzugt auf dem Rucken der Praktikantin Elif (Devrim Lingnau) ausgetragen… Schon mit seinem Debütfilm ORAY setzte Mehmet Akif Büyükatalay der klischeehaften Darstellung von Muslimen in Deutschland etwas entgegen: Ein junger Mann ist darin hin- und hergerissen zwischen seiner Ehe und seiner Religionsgemeinschaft. Dafür gewann der Regisseur bei der Berlinale 2019 den Preis fürs beste Erstlingswerk. Nun geht es um diejenigen, die die Bilder erschaffen, die Repräsentationen verantworten. Diskurskino, Filmbetriebssatire und starkes Spannungs- und Paranoiakino: Büyükatalay präsentiert einen sehr eigenen, ambitionierten Film – eine präzise Reflexion über die Macht der Bilder und die Dynamik von Wahrnehmung, Projektion und gesellschaftlicher Hysterie.

» Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, das zugleich noch einen schönen Meta-Kommentar über Kunst und Empfindlichkeiten, Narzissmus und Lippenbekenntnisse, White Privilege und soziale Klassen formuliert. Ein Höhepunkt der Berlinale! « TAZ

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Ab 12 Jahren  |  104 Minuten
Filmplakat des Films Hysteria