The Testament of Ann Lee
Regie: Mona Fastvold | Darsteller: Amanda Seyfried, Lewis Pullman, Tim Blake Nelson | Großbritannien, USA 2026 | Biopic, Musical | Originalsprache: Englisch
Körper vibrieren, Stimmen werden zu Gebeten, Bewegung wird zu Glaube: Mona Fastvold erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Ann Lee, die aus persönlichem Leid eine radikale religiöse Vision formt und zur spirituellen Anführerin der später als Shaker bekannten Bewegung wird… Ein hochsinnliches Kinoerlebnis über Ekstase, Gemeinschaft und den Preis absoluter Überzeugung, mit mehr als einem Dutzend historischer Shaker-Hymnen, die mit eindrucksvoller Intensität neu interpretiert und choreografiert wurden. Ein unerwartetes Ausnahmewerk nach wahren Begebenheiten – Amanda Seyfried spielt phänomenal!
Mona Fastvold, die gefeierte Drehbuchautorin von THE BRUTALIST, wagt einen radikalen Zugriff auf einen historischen Stoff. Ihr Film führt zunächst ins 18. Jahrhundert nach Manchester, wo Ann Lee (Amanda Seyfried) frühe Verluste, Armut und religiöse Zweifel erlebt. Aus vier Kindstoden und existenzieller Not wächst eine kompromisslose Glaubenshaltung, die sie zur charismatischen Leitfigur einer verfolgten Gemeinschaft macht. Die Emigration ins koloniale Amerika wird zur Suche nach einem Ort für eine egalitäre Utopie. Doch Fastvold interessiert weniger die Chronologie als die körperliche Erfahrung von Glauben. Rituale, Gesänge und kollektive Bewegungen strukturieren den Film stärker als Dialoge. Die aus Shaker-Hymnen entwickelten Kompositionen von Daniel Blumberg pulsieren wie rohe Gebete, die Choreografien steigern sich in wiederholten Gesten zu Momenten spiritueller Ekstase. Gedreht auf grobkörnigem Analogmaterial wirkt jede Szene haptisch: Holz, Stoffe, Kerzenlicht – alles scheint greifbar. Im Zentrum steht Amanda Seyfried mit einer eindrucksvoll konzentrierten Darbietung. Ihre Ann Lee ist keine entrückte Heilige, sondern eine Frau von innerer Spannung, Disziplin und fast magnetischer Entschlossenheit. Seyfried spielt mit minimalen Mitteln – Blicken, Atem, Haltung – und verleiht der Figur eine stille, nachhaltige Wucht. Kein gefälliges Historienporträt, sondern ein forderndes, intensives Kinoerlebnis. Ein Film, der Glauben nicht erklärt, sondern spürbar macht – als Rhythmus, als Schweiß, als Zustand.
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