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AEIOU - DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE


Regie: Nicolette Krebitz
Darsteller: Sophie Rois, Milan Herms, Udo Kier, Nicolas Bridet

105 Minuten | Deutschland 2022 | ab 6
3. Woche
Sie dachte, das würde ihr nicht mehr passieren. Er wusste gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Eine Dame, ein Junge – und noch eine unmögliche Liebesgeschichte... Nicolette Krebitz erzählt eine Lovestory, wie sie (fast) nur im Kino passieren kann, driftet dabei ins Surreale ab, präsentiert eine Hommage an die Nouvelle Vague – und bietet einen durchweg faszinierenden, wilden Ritt in die cineastische Welt der Illusionen! 


Vor einem Szenelokal in West-Berlin wird eine Schauspielerin überfallen. Ein junger Mann rempelt sie an, entreißt ihr die Handtasche und läuft davon. Die Dame fällt auf die Knie und schaut dem Dieb hinterher. Wenig später stehen sie einander wieder gegenüber. Anna (Sophie Rois) und Adrian (Milan Herms). Dieses Mal ist sie seine Lehrerin und soll ihn im Sprechen unterrichten. Adrian ist ein Waisenkind und gilt als schwieriger Fall. Anna ist Schauspielerin, aber spielen tut sie schon lange nicht mehr. Bald werden die Unterrichtsstunden zu Abendessen, Spaziergängen und gemeinsam gerauchten Zigaretten. Und irgendwann versuchen sie es mit dem Rest der Welt aufzunehmen. Angefeuert voneinander, aber ohne einen Pfennig, verlassen sie die Stadt. Sie wollen nach Frankreich, ans Meer...
WILD hieß Nicolette Krebitz letzter Film, der den Durchbruch der lange bekannten Schauspielerin (BANDITS, MY ZOE) auch als Regisseurin bedeutete, und wild mutet auch ihr „A E I O U" an: In der Erzählweise, die frei zwischen den Genres wechselt, aber auch im Spiel mit Verweisen und Bezügen, die auf unterschiedliche Art von der Liebe erzählen, vom Wesen des Kinos, von Illusionen und Projektionen. Mit dem A beginnt alles, heißt es zu Anfang des Films – und so heißt die von Sophie Rois gespielte Protagonistin denn auch Anna. Mit ihren 60 Jahren findet das deutsche Kino keine Verwendung mehr für die Schauspielerin. Nur, wo sie nicht gesehen wird, im Hörspielstudio, findet sie noch einen Job, und muss sich dort der Übergriffe ihres Sprechpartners erwehren, der gar nicht weiß, was sie hat. Für ein Schultheaterstück soll Anna schließlich ausgerechnet Taschendieb Adrian unterrichten – natürlich werden die Lehrerin und ihr Schüler eine heftige Amour Fou durchleben. Krebitz legt es offenkundig darauf an, mit derlei Klischees zu spielen, und zwar auf eine Weise, die diesen den Spiegel vorhält, die wunderbar mit den Erwartungen des Publikums spielt und mit Vorstellungen davon, wie sich eine 60-jährige zu verhalten hat. Ein reicher Film, voller Wagemut und Originalität, wie man es im deutschen Kino gerne viel häufiger sehen würde.



Friedrichsbau Freiburg
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