DREI TAGE UND EIN LEBEN


Regie: Nicolas Boukhrief
Darsteller: Sandrine Bonnaire, Charles Berling, Pablo Pauly

120 Minuten | Frankreich 2018 | ab 12
3. Woche
1999. In einem Dorf in den Ardennen verschwindet ein sechsjähriger Junge. Die dreitägige Suche im Wald ist ergebnislos. Dann wütet Jahrhundertsturm „Lothar" und vernichtet die Spuren. 15 Jahre später kehrt Antoine in die Heimat zurück. Er weiß, was damals geschah. Und will unbedingt verhindern, dass das Geheimnis gelüftet wird... Hochspannendes Psychodrama – nach dem Weltbestseller von Pierre Lemaitre.

 

Als der kleine Rémi (Léo Lévy) verschwindet, steht das Dorf unter Schock. Plötzlich sind alle verdächtig. Eine groß angelegte Suchaktion im angrenzenden Wald bleibt ergebnislos und muss am dritten Tag wegen des verheerenden Sturms abgebrochen werden. Für den zwölfjährigen Antoine (Jeremy Senez) ist die Situation unerträglich – denn er ist der Einzige, der weiß, was wirklich geschah. 15 Jahre später: Als Antoine (Pablo Pauly) nach dem Medizinstudium seine Heimat besucht, hat sich dort kaum etwas verändert. Allerdings haben Waldarbeiter begonnen, die ehemaligen Sturmschäden zu beseitigen. Aus Angst vor der drohenden Entdeckung fasst er einen fatalen Entschluss... Regisseur Nicolas Boukhrief inszeniert erstmals ein Skript, das er nicht selbst geschrieben hat – und präsentiert ein hochspannendes Schuld- und Sühne-Drama, an dessen unerwarteten Wendungen und Überraschungsmomenten wohl auch ein Chabrol sein Vergnügen gehabt hätte. Pierre Lemaitre, der Autor des 2016 erschienenen Romans „Trois jours et une vie", hat sich persönlich des Drehbuchs angenommen und nimmt das moralische Dilemma seiner Figuren präzise ins Visier. Die beklemmende Atmosphäre in diesem packenden Psychothriller ist von Anfang an spürbar, woran die exzellente Besetzung fraglos ihren gebührenden Anteil hat. Kaum wird der kleine Rémi vermisst, wachsen Misstrauen und Verdächtigungen im Dorf. Besonders belastend wird die Situation für Antoine, denn er kennt ein Geheimnis, das ihm schwer auf dem Gewissen lastet. Und im letzten Drittel wird die Spannungsschraube noch einmal ordentlich angezogen. Hier fallen bei manch bravem Bürger die freundlichen Fassaden. Ein Krimidrama mit bewährter Formel, das Ungeheuerliches hervorbringt – und sein Publikum nicht ohne einen Vorschlag für eine ausgleichende Gerechtigkeit entlässt.



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OmU

Vorstellung im französischen Original mit Untertiteln

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