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EIN FESTTAG


Regie: Eva Husson
Darsteller: Odessa Young, Olivia Colman, Josh O’Connor, Colin Firth

110 Minuten | Großbritannien 2021 | ab 12
6. Woche
Jane ist Dienstmädchen im Haus der Nivens. Am Muttertag gehen die Herrschaften auf ein Picknick – Jane hat frei. Paul, ihr heimlicher Geliebter, hat sie eingeladen. Er ist von hohem Stand, eine echte Verbindung zwischen ihnen ist unmöglich. Auch seine Eltern sind auf dem Picknick, wo Pauls anstehende Vermählung mit Emma gefeiert wird. Aber das Schicksal meint es mit ihnen allen anders... Als 2017 Graham Swifts gleichnamiger Roman erschien, stürmte er die Bestsellerlisten. Eva Husson bringt die lustvolle Erweckungsstory brillant auf die Leinwand. Sehr modern, kongenial adaptiert und hervorragend besetzt.

 

England, 1924. Dienstmädchen Jane (Odessa Young) hat von ihren Herrschaften, den Nivens (Colin Firth, Olivia Colman), zur Feier des Muttertags frei bekommen. Freudig erregt radelt sie hinaus in die Frühlingssonne, um ihren Geliebten Paul (Josh O'Connor) zu sehen. Nach vielen heimlichen Treffen und versteckten Botschaften soll dies nun ihre letzte Verabredung sein, denn Paul wird bald standesgemäß heiraten. Jane darf erstmals durchs Hauptportal spazieren, um direkt in sein Bett zu sinken, da die Familie samt Dienerschaft ausgeflogen ist. Als Paul sich schließlich auf den Weg zu seiner Verlobungsfeier macht, streift Jane – völlig beseelt vom leidenschaftlichen Liebesakt – allein und nackt durch das weitläufige Herrenhaus, nicht ahnend, welch schicksalhafte Wendung dieser besondere Festtag noch bereithält... Die französische Regisseurin Eva Husson gibt mit EIN FESTTAG ihr Debüt im englischsprachigen Film. Sie hat sich ein Projekt ausgesucht, das vom Verlust und der nachhallenden Wirkung desselben erzählt. Es ist die Geschichte eines Dienstmädchens, das Schriftstellerin wird. Jane hat sich freigeschwommen. Alles, was sie dazu brauchte, war ein Schicksalsschlag. Auch davon erzählt dieser Film. Von einem Land, das von alles überlagernder Trauer überschattet wird. Der Krieg hat die Familien ausgedünnt, praktisch jede hat einen oder mehrere Söhne an ihn verloren. Die Melancholie dieser Gesellschaft, aber auch der einzelnen Individuen ist in jedem Moment spürbar – konterkariert von der Schönheit der Bilder, die Husson einzufangen imstande ist. Ein Film voll emotionaler Wucht, langsam erzählt und mit großen Darstellungen gesegnet.



Friedrichsbau Freiburg
HeuteMoDiMiDoFrSaSo
15:00
 
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