FOXTROT


Regie: Samuel Moaz
Darsteller: Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin, Shaul Amir, Itay Exlroad

112 Minuten | Israel 2017 | ab 12
2. Woche
Ein Vater, der um den absurden Tod seines Sohnes trauert – in einem demokratischen Land, das von nationalen Konflikten und militärischen Erfahrungen geprägt ist… Israelischer Anti-Kriegsfilm und bewegendes humanistisches Drama von Samuel Moaz!

 

Ein folgenreiches Klopfen an der Tür des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael (Lior Ashkenazi) und seiner Frau Dafna (Sarah Adler). Die Nachricht vom Tod ihres 19-jährigen Sohnes Jonathan (Yonatan Shiray), der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben und Psyche des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut. Und dann die kaum fassbare Nachricht eines absurden Irrtums…

Bereits mit seinem Regiedebüt LEBANON warf Samuel Moaz einen kritischen Blick auf seine zerrissene Heimat. Seit seiner Gründung vor 70 Jahren befindet sich Israel in einem auf Dauer gestellten Kriegszustand, mit seinen Nachbarn, mit den im israelischen Kernland lebenden Palästinensern und den von ihnen besetzen Gebieten – eine moderne Demokratie, in der das Militär einen wesentlichen Teil des täglichen Lebens bestimmt und zahlreiche Familien gefallene Söhne und Töchter „im Dienste des Landes“ beklagen, das den obligatorischen Militärdienst für alleverordnet. War es anfangs die Generation der Shoah-Überlebenden, in Moas Film durch die Großmutter der Familie repräsentiert, folgte die nächste, die wie Michael im Yom Kippur oder Sechs-Tage-Krieg kämpfte oder – wie Moaz selbst – im Libanon-Krieg. Allzu selbstverständlicher Teil der israelischen Gesellschaft und Psyche scheint der Krieg inzwischen geworden, prägt Generation auf Generation, deren Traumata vom Staat auf mechanische Weise behandelt werden, aber nie Anlass für ein grundsätzliches Nach- oder gar Umdenken sein dürfen. Zwei Schritte vor, zwei nach links, zwei zurück und zwei nach rechts: Beim Foxtrot bewegen sich die Tanzenden im Kreis – und damit auf der Stelle. In Israel kontrovers diskutiert, heimste der Regisseur seitens der Regierung zum Teil handfeste Kritik für seine Darstellung des Militärs ein. In der Form eine griechische Tragödie, im Ton ein Drama und auch beißende Satire, im Kern eine schonungslose Kritik an seiner israelischen Heimat und den zum Teil aufgedrängten, zum Teil selbst gewählten Kriegen, die das Land und die Psyche seiner Bewohnerinnen und Bewohner seit Staatsgründung prägen – ein streng inszenierter, komplexer, intelligenter, vielschichtiger Film!

 

Beim Filmfestival in Venedig ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury, dem Silbernen Löwen!

8 Israelische Filmpreise bei den Ophir Awards, darunter Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller!

 

„Überragend!“ ATLANTIC

„Was immer Sie erwarten, FOXTROT ist es nicht. Er ist besser!“ LA TIMES

„Kühnes modernistisches Kino der erschütterndsten Art!“ HOLLYWOOD REPORTER

„Brillant konstruiert mit unglaublichem visuellen Wagemut!“ VARIETY




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OmU

Vorstellung im hebräischen Original mit Untertiteln

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