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GROSSE FREIHEIT


Regie: Sebastian Meise
Darsteller: Franz Rogowski, Georg Friedrich, Anton von Lucke, Thomas Prenn

117 Minuten | Deutschland, Österreich 2021 | ab 16
3. Woche
Eine Zeitenwende war das Jahr 1945, das Ende von Krieg und Naziherrschaft. Doch nicht für alle Bürger Deutschlands galt dies in gleichem Maße, denn der berüchtigte §175 bestand weiter und kriminalisierte Homosexualität. Ausgehend von diesem Justizskandal erzählt der vielfach ausgezeichnete Regisseur Sebastian Meise die Geschichte zweier inhaftierter Männer, die sich über Jahrzehnte immer wieder im Gefängnis begegnen – und eine tiefe Beziehung entwickeln... Preisgekröntes, absolut herausragendes Schauspielkino, intensiv und großartig gefilmt! 

 

Hans (Franz Rogowski) liebt Männer. Das ist auch im Nachkriegsdeutschland ein Verbrechen, der berüchtigte §175 ist weiter in Kraft. Im Gefängnis trifft Hans, der Wiederholungstäter, auf Viktor (Georg Friedrich), einen verurteilten Mörder. Der ist zunächst alles andere als ein Seelenverwandter. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich im Laufe der Jahre eine intensive Verbindung voller Respekt und Empathie – vielleicht sogar so etwas wie Liebe... Erst ganz am Ende verlässt Sebastian Meises Erzählung die Mauern des Gefängnisses. Ansonsten verweilt sie in den Zellen und Gängen, die sich über die Jahre kaum ändern. Auch Viktor und Hans altern fast unmerklich – selbst hier deutet sich ein tragischer Stillstand an. So sehr sind die beiden Männer in ihren Rollen verharrt, in die sie vom System gezwungen wurden, dass sie wirkliche Freiheit kaum ertragen können. In manchen Momenten erinnert das an Texte von Jean Genet, an große Gefängnis-Filme, in denen die ganz eigene Subkultur dieses Ortes lebendig wird. Die atemberaubende Performance der beiden Hauptdarsteller, die herausragende Bildgestaltung der französischen Kamerafrau Crystel Fournier und die intensive Inszenierung machen GROSSE FREIHEIT zu einem hochemotionalen Film. Nachdem das Drama bei der Weltpremiere in Cannes mit dem Jurypreis der Sektion „Un Certain Regard" ausgezeichnet wurde, folgten die Auszeichnungen in Sarajevo „Bester Film und Bester Schauspieler" (Georg Friedrich) und Valenciennes „Bester Film und Bester Schauspieler" (Franz Rogowski), der Special Jury Prize beim Hamptons IFF und der Grand Prize in Montréal. In Deutschland wurde die Premiere auf dem Filmfest Hamburg stürmisch gefeiert – und Österreich nominierte ihn als offiziellen Kandidaten für den Oscar!

 

„Intensiv, schockierend und wunderschön!" HOLLYWOOD REPORTER


„Packend, einfühlsam und tief bewegend!" VARIETY


„Dieser Film braucht keine großen Worte, er braucht nur Franz Rogowski und Georg Friedrich!" DEUTSCHLANDFUNK KULTUR



Friedrichsbau Freiburg
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