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LAND DES HONIGS

Vorstellungen im türkischen Original mit Untertiteln


Regie: Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov
Darsteller: Dokumentation

90 Minuten | Mazedonien 2019 | ab 6
3. Woche
Hatidze lebt im mazedonischen Gebirge, wo sie eine wilde Bienenzucht betreut. Ab und an verkauft sie den traditionell geernteten Honig auf dem Markt in Skopje. Dann kriegt Hatidze neue Nachbarn. Die nomadische Großfamilie bringt Nutztiere und reichlich Lärm mit – und sieht den Honig vor allem als profitables Verkaufsgut... Preisgekrönte Dokumentation, die in Bildern voll Poesie den Veränderungen nachspürt, die sich in die Beziehung zwischen Mensch und Biene eingeschlichen haben.

 

In einem entlegenen nordmazedonischen Dorf steigt Hatidze, eine etwa 50-jährige Frau, täglich einen Berghang hinauf. Sie macht sich auf den Weg zu ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern. Ohne Gesichts- oder Handschutz entnimmt sie sanft die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied. Zurück auf ihrem Bauernhof kümmert sich Hatidze um ihre handgemachten Bienenkörbe und ihre bettlägerige Mutter. Gelegentlich fährt sie in die Hauptstadt, um ihren Honig und die Körbe zu verkaufen. Eines Tages lässt sich eine Nomadenfamilie auf dem Nachbargrundstück
nieder und in Hatidzes beschauliches Bienenkönigreich ziehen schallende Motoren, sieben kreischende Kindern und 150 Kühe ein. Hatidze freut sich über die neue Gesellschaft und lässt sich und ihre Imkerei nicht stören. Doch bald trifft das Oberhaupt der Familie einschneidende Entscheidungen... Beim Filmfestival von Sundance wurde LAND DES HONIGS 2019 als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Die Ehre haben sich die mazedonischen Filmschaffenden Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov nicht nur mit der zeitgeistigen Thematik rund um das fragile Verhältnis der Menschen zur Natur verdient, sondern auch mit der poetischen Machart ihres fein beobachteten Langfilmdebüts. Stefanov und Kotevska betrachten das Geschehen teilnehmend und ohne Urteil. In ruhigen Einstellungen zeigen sie, was passiert, ohne eine Meinung mitzuliefern – dies obliegt dem Publikum. Die Landschafts- und Porträtbilder des Kamerateams Fejmi Daut und Samir Ljuma sind stimmungsvoll und beseelt, erzählen beinahe lyrisch. Im Kern geht es um das vielschichtige Verhältnis der Menschen zur Natur, das umso vertrackter wird, desto mehr vom Honig naschen wollen.



Friedrichsbau Freiburg
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