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LIEBER THOMAS

"Überwältigend!" BADISCHE ZEITUNG "Furios!" ZEIT


Regie: Andreas Kleinert
Darsteller: Albrecht Schuch, Jella Haase, Peter Kremer

157 Minuten | Deutschland 2021 | ab 16
4. Woche
Wer war Thomas Brasch? Und noch viel mehr: Wer wollte er sein? Vielleicht wusste der Dichter, Rebell, Filmemacher das selbst nicht genau. Am Ende von Andreas Kleinerts Biopic weiß das Publikum dank der mitreißenden Darstellung von Albrecht Schuch zumindest eins: Thomas Brasch war ein faszinierender, vielschichtiger, ambivalenter Mann – und eine geradezu exemplarische Künstlerfigur.
 

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch (Albrecht Schuch) passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst (Jörg Schüttauf), der den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten und bald fliegt er auch von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit anderen Studierenden in den Straßen Berlins – und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater, Vize-Kulturminister, verrät ihn und Thomas kommt ins Gefängnis. Auf Bewährung entlassen, arbeitet er in einer Fabrik und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Ohne Aussicht, gehört zu werden, verlässt Thomas mit der Frau, die er liebt (Jella Haase), die Heimat. Im Westen wird er anfangs bejubelt, dreht mehrere Kinofilme, wird zweimal nach Cannes eingeladen. Doch Brasch lässt sich nicht vereinnahmen. Auch nach dem Mauerfall, zurück in Ost-Berlin, ist er weit davon entfernt, Ruhe zu geben...
Als Thomas Brasch 2001 in Berlin starb, mit nur 56 Jahren, war es still um ihn geworden. Nach der Deutschen Einheit, im letzten Jahrzehnt seines Lebens, hatte er kaum noch etwas veröffentlicht. Manisch arbeitete er an einem großen Roman, der zum Zeitpunkt seines Todes mehrere tau- send Seiten lang war, ein ausuferndes, nicht vollendetes Werk, ein bisschen wie Braschs Leben selbst. Wie sehr das Leben des Künstlers und seiner Familie die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegelt, erzählte Annekatrin Hendels Doku FAMILIE BRASCH, deren fiktionale Version Andreas Kleinert nun liefert. Sein Film erzählt im großen Bogen, in starken schwarz-weiß Bildern vom Leben eines kaum zu fassenden Mannes, der viel zu lange in Vergessenheit geriet. Nicht nur ein Film über einen Künstler, sondern auch ein Film über deutsche Verhältnisse und vor allem über den schwierigen, manchmal zerstörerischen Versuch, sich selbst treu zu bleiben.
 
"Eine kritische Liebeserklärung an den letzten Helden der DDR, ein Albrecht- Schuch-Held, widerspenstig, unbeugsam, widersprüchlich, unstet, ein Charismatiker und ein vom wahren Sozialismus träumender Idealist!"  WELT
 
"Albrecht Schuch verkörpert all diese Widersprüche mit einer Intensität, die dem exzessiven, am Ende selbstzerstörerischen Leben dieses entwurzelten Denkers in jeder Sekunde gerecht wird!"  CINEMA


Friedrichsbau Freiburg
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