SIBYL - THERAPIE ZWECKLOS


Regie: Justine Triet
Darsteller: Virginie Efira, Adèle Exarchopoulos, Gaspard Ulliel

100 Minuten | Frankreich 2018 | ab 12
5. Woche
Eine Psychotherapeutin hängt an den Nagel, um einen Roman zu schreiben. Eine Patientin aber lässt sich nicht abwimmeln: Eine junge Schauspielerin, die von einem Kollegen schwanger ist – der mit der Regisseurin ihres neuen Films liiert ist. Viel Gesprächsbedarf also. Den lässt die Therapeutin in ihr Buch einfließen... Eine schwarzhumorige Komödie mit surrealem Touch. Das Sahnehäubchen: Sandra Hüller als hysterische Arthouse-Regisseurin!

 

Die Psychotherapeutin Sibyl (Virginie Efira) beschließt, sich wieder ihrer eigentlichen Leidenschaft zu widmen: dem Schreiben. Inspiration findet sie bei ihrer neuen Patientin Margot (Adèle Exarchopoulos), einer jungen Schauspielerin am Rande des Nervenzusammenbruchs. Sibyl taucht immer tiefer in Margots turbulentes Leben ein, bricht alle professionellen Regeln und wird dabei mehr und mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Als Sibyl an ein Filmset direkt am Vulkan Stromboli reist, um Margot zu unterstützen, gerät ihr mühsam geordnetes Leben ziemlich aus den Fugen... Die Handlung klingt einfacher, als sie ist. Justine Triet bricht die Linearität ihrer Geschichte auf, indem sie immer wieder Rückblenden von Sibyls gescheiterter Beziehung einwirft, Erinnerungen aufblitzen lässt, mit Einschüben die Richtung wechselt. Erst muss sich Sybil von einem Mann in einem Sushi-Restaurant mit einem Wortschwall zuschütten lassen. Dann sehen wir sie bei Treffen der Anonymen Alkoholiker. Hat sich Sibyl vielleicht selbst in die Rolle einer Figur in ihrem Roman geträumt? Vielleicht ist aber auch alles ganz real und die schöne Virginie Efira zeigt uns die Facetten einer starken Frau: die fähige Therapeutin, die leidenschaftliche Liebhaberin, die gute Mutter, die erfolgreiche Schriftstellerin. Efira hält die Fäden des Film mit ihrer bravourösen Darstellung zusammen. Und dann wären da noch die symbolträchtigen Dreharbeiten auf Stromboli, die eine Schneise schlagen zu Roberto Rossellini. Doch es geht hier auch leichtfüßig und komisch zu. Nicht zuletzt dank Sandra Hüller als exzentrische deutsche Arthouse-Regisseurin, die mehr als einmal die Geduld verliert. Ohne allzu viel zu verraten: Sie hat einen der schönsten Abgänge, die sich eine aufgebrachte Regisseurin im Kino jemals geleistet hat!

 



Harmonie Freiburg
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