STYX


Regie: Wolfgang Fischer
Darsteller: Susanne Wolff, Gedion Oduor Wekesa, Alexander Beyer, Inga Birkenfeld

94 Minuten | Deutschland/Österreich 2018 | ab 12
2. Woche
Notärztin Rike segelt im Urlaub von Gibraltar zu einer südatlantischen Insel – und findet sich plötzlich neben einem manövrierunfähigen Fischkutter mit afrikanischen Flüchtlingen wieder… Bildgewaltiges Drama zur aktuellen Flüchtlingskrise als moralisches Dilemma!

 

Rike (Susanne Wolff) bestreitet in Köln als Notärztin ihren Alltag, bevor sie ihren Urlaub in Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ihrer Reise ist die Atlantikinsel Ascension Island. Ihr Urlaub wird abrupt beendet, als sie sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Mehrere Dutzend Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahscheinlich herausstellt, ist Rike gezwungen, zu handeln…

Styx, der mythische Fluss der Unterwelt, bei dem die Götter ihre Eide schworen – ein überaus sprechender Titel für Wolfgang Fischers beeindruckendes Drama zur aktuellen Flüchtlingskrise, für das er nicht minder aussagekräftige Tableauxs arrangiert: Auf der einen Seite eine deutsche Frau in ihrem schnittigen Segelboot, auf der anderen Seite erschöpfte Flüchtlinge auf einem sinkenden Seelenverkäufer – eine starke Allegorie, die der Wiener Regisseur in diesem Bild für seinen Film gefunden hat. In Zeiten, in denen Rechtspopulisten mit bangemachenden Parolen die Angst vor allem Fremden schüren und konservative Minister von Obergrenzen und Ankerzentren sprechen, bricht STYX die Flüchtlingsproblematik auf einen moralischen Konflikt herunter, für den es keine Lösung gibt: Weder von den Behörden noch von vorbeifahrenden Frachtschiffen erhält die Protagonistin Unterstützung, und von der Küstenwache ist ihr jegliches Eingreifen in die Situation verboten, weil sie mit ihren beschränkten Mitteln nicht helfen kann. Doch Rike ist schon zu nah am Geschehen, ein 14-jähriger Bub ist zu ihr rübergeschwommen – nicht zu helfen ist keine Option. Von Beginn an sieht die Kamera der Hauptfigur geduldig zu, bei der Arbeit, beim Segeln, und lässt so ganz ohne Pathos eine  unterschwellige Spannung entstehen, die sich im Angesicht existenziellster Not einlösen wird. Faszinierend und glaubhaft verkörpert Hauptdarstellerin Susanne Wolff eine tüchtige, erfolgreiche, aber auch bewusst lebende Frau, die für alles eine Lösung hat – und doch an eine unweigerliche Grenze kommt.

 

«Ein großartiger Film!“ UNCUT MOVIES

 

«Packend und puristisch!» TAGESSPIEGEL



Friedrichsbau Freiburg
HeuteDiMiDoFrSaSoMo
19:0019:00
 
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Filmgespräch!

Zu Gast Filmemacher Wolfgang Fischer und Hauptdarstellerin Susanne Wolff am Mittwoch, 26.9.!


Datum Zeit
Mi, 26.09.201819:00
 
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