THE DEAD DON'T DIE


Regie: Jim Jarmush
Darsteller: Bill Murray, Adam Driver, Selena Gomez

100 Minuten | USA 2019 | ab 16
2. Woche
Independent-Regisseur Jim Jarmusch lässt die Toten auferstehen – in einer subversiven Zombie-Satire mit phänomenaler Starbesetzung!

 

Eine Verschiebung der Erdachse löst eine Abfolge seltsamer Geschehnisse in der beschaulichen Kleinstadt Centerville aus. Während Sherriff Cliff Robertson (Bill Murray) noch rätselt, ist sich sein Kollege Ronald Peterson (Adam Driver) sicher: Es muss sich um eine Zombie-Epidemie handeln. Die unersättlichen Monster haben es allerdings nicht nur auf die Bevölkerung des Örtchens abgesehen, sondern auch auf Dinge, mit denen sie sich bevorzugt zu Lebzeiten beschäftigt haben. So wandeln sie auf den Straßen – hungrig nach Menschenfleisch, Kaffee und gerne auch einem Gläschen Chardonnay. Als sich herausstellt, wie man den Untoten habhaft werden kann, macht das Polizistenduo samt junger Kollegin (Chloë Sevigny) Jagd auf Zombieköpfe, um die Stadt doch noch vor der Invasion zu retten. Unerwartete Unterstützung bekommen sie von der schrägen schottischen Bestatterin Zelda Winston (Tilda Swinton), die mit überirdischer Präzision ihr Samurai-Schwert schwingen lassen kann...
Wohl noch nie rollten zum Auftakt der Filmfestspiele von Cannes so viele Köpfe wie in Jim Jarmuschs THE DEAD DON'T DIE. Der große prominente Cast, den der lakonische New Yorker zusammengetrommelt hat, deutet schon an, dass diese Horrorkomödie weniger eine konsistente Geschichte präsentiert. Weder finden sich Figuren zusammen und entwickeln einen Plan, noch werden tiefere Bindungen geknüpft. Was Jarmusch stattdessen tut, ist viel radikaler: Er zeigt eine überspitzte Version der Realität, eine Welt, die vollkommen außer Kontrolle geraten ist. Spätestens wenn Steve Buscemi als Farmer Miller mit einer knallroten „Make America White Again"-Kappe Hass verbreitet, dürfte klar sein, woher der Wind weht. Ein dystopisches Szenario als Metapher für Missstände der Gegenwart zu benutzen, ist natürlich nichts Neues. Doch Jarmusch bedient nicht einfach Genre-Konventionen, sondern stellt sie betont offensiv aus. Seine Gesellschaftskritik, sein Bloßstellen einer Kultur, die sich allzu oft in Oberflächlichkeit ergeht, ist offensichtlich. Und das ist vielleicht der Punkt eines Films, der zu klug ist, um zu glauben, dass sich durch ihn etwas an den Zuständen ändern könnte. Aktivismus überlässt Jarmusch anderen. Er und sein illustres Ensemble haben lieber 100 Minuten Spaß an grotesken Absurditäten und dem Spiel mit Erzählmustern – wenn die Welt schon verkommt, sollte man zumindest den Humor nicht verlieren!

 

„Die Apokalypse nach Jim Jarmusch - cool, distanziert durch Ironie, Eleganz und Esprit, und bis ins Absurde gesteigert!" LE MONDE

 

„Der entspannte Rhythmus erinnert an ein altes Blues-Album, das man ein Bier schlürfend im Schaukelstuhl anhört!" FIGARO

 



Friedrichsbau Freiburg
HeuteFrSaSoMoDiMiDo
180018:0018:0018:0018:00
20:3020:3020:3020:3020:3020:30
 
Zum Kaufen und Reservieren klicken Sie auf die gewünschte Uhrzeit.
Nicht abgeholte Reservierungen verfallen 15 Minuten vor Beginn.




OmU

Vorstellungen im englischen Original mit Untertiteln

Friedrichsbau Freiburg
HeuteFrSaSoMoDiMiDo
210021:0021:0021:0021:0021:0021:00
 
Zum Kaufen und Reservieren klicken Sie auf die gewünschte Uhrzeit.
Nicht abgeholte Reservierungen verfallen 15 Minuten vor Beginn.