THE SISTERS BROTHERS


Regie: Jacques Audiard
Darsteller: Joaquin Phoenix, John C. Reilly, Jake Gyllenhaal

122 Minuten | USA 2018 | ab 12
3. Woche
Leichen pflastern ihren Weg: Eli und Charlie sind große Kaliber im wilden Westen, für ein paar Dollar mehr erledigen die Brüder die tödlichen Aufträge des „Commodore“. Ein wichtiger Deal gerät außer Kontrolle, als ihr Kontaktmann zum Konkurrenten mutiert… Jacques Audiard gibt dem amerikanischen Mythos die französischen Sporen – origineller Western mit lässiger Starbesetzung!

 

Oregon, 1851. Berühmt und berüchtigt: Die Sisters Brothers. Eli (John C. Reilly), der Ältere, und Charlie (Joaquin Phoenix), der Jüngere, der eine ruhig und überlegt, der andere ein kampflustiger Trinker. Skrupellose Auftragskiller im Dienst eines ominösen „Commodore“. An ihren Händen klebt Blut, nicht nur von Kriminellen. Für ein hübsches Sümmchen sollen sie einen gewissen Hermann Warm (Riz Ahmed) töten, der eine Wunderformel zum einfachen Goldwaschen erfunden hat. Ein Wissen, das dem Commodore ein Vermögen einbringen kann. Dem Genie ebenfalls auf den Fersen ist ihr Kontaktmann Jim Morris (Jake Gyllenhaal). Während die Brüder von den Bergen Oregons bis nach Kalifornien reiten, ist Morris ihnen einige Tage voraus und trifft in einem Trek den gesuchten Chemiker. Statt ihn an die Sisters Brothers auszuliefern, verfolgt er eigene Ziele. Als die vier Männer aufeinander stoßen, geht es erst einmal um Leben oder Tod. Aber das Gold lockt…

Palmenpreisträger Jacques Audiard (DÄMONEN UND WUNDER, DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN) wurde in Venedig für THE SISTERS BROTHERS mit Standing Ovations gefeiert und für die Beste Regie ausgezeichnet. Bei seinem ersten Hollywood-Ausflug bereitet es dem französischen Starregisseur sichtlich Vergnügen, den guten alten Western lässig aufzubürsten. Sein innovatives Genre-Alphabet reicht dabei von Antikapitalismus bis Zahnputzbecher: Wortkarge Machos sind von gestern, hier plappern die Protagonisten gern und philosophieren viel. Männer, die traumatisiert auf ihre Väter starren. Die von einer Gesellschaft ohne Gier träumen, in der das Kollektiv sein ganzes Gold in die Erziehung steckt. Die bei Prostituierten einen Korb bekommen wegen zu viel Zärtlichkeit, neugierig Zahnbürsten ausprobieren und als knallharte Killer wie kleine Kinder über Ohrfeigen heulen. Spürbaren Spaß hat auch das schauspielerische Herren-Quartett an seinen Figuren. Phoenix und Gyllenhaal kokettieren genüsslich mit ihrem Coolness-Image, derweil der vielfach zum Nebendarsteller verdammte Reilly nun als Revolverheld mit Sinnkrise zur Hochform auflaufen und sogar feminine Seiten zeigen darf. Dunkel und melancholisch, witzig und ironisch und mit einem Fünkchen Hoffnung auf Humanität – im Western was Neues!



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Vorstellung im englischen Original mit Untertiteln

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