Transit


Regie: Christian Petzold
Darsteller: Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman, Maryam Zaree, Barbara Auer, Matthias Brandt, Sebastian Hülk, Emilie de Preissac

101 Minuten | Deutschland 2017 | ab 12
12. Woche
1940: Deutsche Truppen vor Paris. Georg entkommt im letzten Moment nach Marseille, im Gepäck die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel – samt dessen Visum zur Überfahrt nach Mexiko. Und dann begegnet er Marie… Kluge Literaturverfilmung nach dem großen Exilroman von Anna Seghers mit hintersinnigem Bezug zur gesellschaftlichen Gegenwart!

 

Auch aus Paris muss der deutsche Flüchtling Georg (Franz Rogowski) schleunigst vor den anrückenden Nazis fliehen. Doch vorher will er einem Freund einen Gefallen tun und dem Schriftsteller Weidel einen Brief überbringen. Als er sein Hotelzimmer betritt, entdeckt Georg, dass Weidel sich das Leben genommen hat. Kurzentschlossen nimmt er die Papiere des Toten an sich: ein Romanfragment, Briefe und ein Transitvisum nach Mexiko – und schlägt sich nach Marseille durch. Doch hier darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen will. Visa werden gebraucht, Transitvisa, doch die rettenden Tickets für die Schiffspassage sind rar. Eher zufällig als geplant schlüpft Georg in Weidels Identität und taucht in die ungefähre Existenz des Transits ein. Dann aber entbrennt seine Leidenschaft für die geheimnisvolle Marie (Paula Beer), die auf der Suche nach ihrem Ehemann ist. Der, so erzählt man, sei in Marseille aufgetaucht, in Besitz eines mexikanischen Visums für sich und seine Frau…

Nach Anna Seghers` gleichnamigen Roman erzählt Christian Petzold (PHOENIX) ein Flüchtlings-Melodram, das sich 1940 in Europa abspielt – und inszeniert zugleich eine mitunter erschreckend gegenwärtig erscheinende Welt. In der kunstvollen, beinahe schwebenden Begegnung des historischen Stoffs und einem heutigen Marseille gelingt dem Regisseur mit TRANSIT gleich ein doppelter Coup: die zeitgemäße Verfilmung eines Klassikers der deutschen Exilliteratur, die sich gleichzeitig mit einer brandaktuellen Thematik auseinandersetzt und dabei keinesfalls didaktisch daherkommt – und die bewegende Geschichte einer großen, fast unmöglichen Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist. Franz Rogowski (LUX – KRIEGER DES LICHTS) in der Rolle der passiven, fast verschüchterten Hauptfigur könnte kaum idealer besetzt sein – ein absolutes Highlight der Berlinale!



Friedrichsbau Freiburg
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