WERK OHNE AUTOR

Globe-Nominierung für Besten Fremdsprachigen Film & Nominierung für Auslands-Oscar!


Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Darsteller: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Saskia Rosendahl, Oliver Masucci

189 Minuten | Deutschland 2018 | ab 12
12. Woche
Ein junger ostdeutscher Künstler findet die große Liebe – und stellt sich einer traumatischen Vergangenheit, die in seiner Kunst ans Licht tritt… Ein historisches Epos nach wahren Begebenheiten von Oscarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck (DAS LEBEN DER ANDEREN)!

 

Nach einer Kindheit in der NS-Zeit jetzt ein Bürger der sozialistischen DDR, schafft es der junge Künstler Kurt Barnert (Tom Schilling) nach einigen Hindernissen schließlich auf die Kunsthochschule. Hier lernt er Elisabeth Seeband (Paula Beer) kennen. Die beiden verlieben sich, heiraten und flüchten in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den Westen. Auch Elisabeths Vater, der berüchtigte NS-Arzt und spätere Professor Seeband (Sebastian Koch), hat sich mit seiner Frau hierhin abgesetzt. Doch das Verhältnis zwischen Kurt und seinem undurchsichtigen Schwiegervater, der von Beginn an kein Freund dieser Heirat war, ist angespannt – und Kurts Kunst soll später noch einige Wahrheiten zutage fördern…

Nach seinem Hollywood-Abstecher mit THE TOURIST ist Florian Henckel von Donnersmarck nach Deutschland zurückgekehrt und hat auch das Drehbuch seines jüngsten Werks wieder selbst geschrieben. Der Werdegang seines Protagonisten ist von der Geschichte Gerhard Richters inspiriert, die der Starregisseur zu einem großen Geschichtsepos stilisiert: Über drei Jahrzehnte hinweg spiegelt WERK OHNE AUTOR die zeitgeschichtlichen Gesellschaftskontexte in den Biografien seiner Hauptfiguren. Der ambitionierte Ansatz erinnert an klassische Bildungs- und Künstlerromane wie Goethes „Wilhelm Meister“ oder an Fassbinders DIE EHE DER MARIA BRAUN. Durch zahlreiche Details gewinnt das überaus dichte und umfassende Drama an Tiefe und Vielschichtigkeit und ist trotz epischer Überlänge absolut bündig erzählt. Die hervorragende Besetzung trägt maßgeblich zur Emotionalität der Schilderung bei. Tom Schilling (OH BOY) vermittelt den Weg des Malers zur eigenen Künstlersprache als zaghaften, langwierigen, doch entschlossenen Akt – nie strahlte das Veilchenblau in Schillings Blick intensiver, selten konnte man so viel darin lesen. Sebastian Koch (DAS LEBEN DER ANDEREN, NEBEL IM AUGUST) brilliert in der Rolle des eiskalten Opportunisten und erweist sich als Eckpfeiler des Donnermarck`schen Kinos. Erneut nutzt der Regisseur die Vielfalt filmischer Mittel, um insbesondere den Dialogen und Darstellern eine Bühne zu bereiten. Zugleich schafft diese unaufdringliche Inszenierung den Resonanzboden für kleine Beobachtungen – und beweist, dass auch eine schlichte Form eine intensive Wirkung entfalten kann. WERK OHNE AUTOR wirkt lange nach. Ein Clou des Films: Viele Entwicklungen und die zentralen Konflikte werden nie eindeutig ausbuchstabiert. Die zwischenzeitigen Thriller-Elemente und die Familienhölle brodeln fortwährend unter der Oberfläche. So erweist sich Donnersmarck ein weiteres Mal als sicherer Geschichtenerzähler, der punktgenaue Drehbücher schreibt, die er klassisch und sehr effektiv zu inszenieren versteht!

 

Publikumsfavorit beim Filmfestival Venedig!

„Ein mitreißendes Werk!“ SPIEGEL ONLINE



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