Der Heimatlose
Regie: Kai Stänicke | Darsteller: Paul Boche, Philip Froissant, Emilia Schüle, Stephanie Amarell | Deutschland 2026
Ein Mann kehrt nach 14 Jahren in sein Heimatdorf zurück, doch niemand erkennt ihn wieder. Ein Gerichtsprozess soll Licht ins Dunkel bringen… Aus der rätselhaften Prämisse entwickelt Kai Stänicke ein hypnotisches Identitätsdrama zwischen Parabel, Psychothriller und queerer Allegorie. Ein beeindruckend eigenwilliges Langfilmdebüt von seltener Intensität – faszinierendes, kluges Autorenkino.
Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein (Paul Boche) in seine Heimat zurück – das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann (Philip Froissant) distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner ein Dorfgericht ins Leben. Doch im Verlauf des Prozesses mehren sich die Ungereimtheiten. Heins Erinnerungen an seine Jugend unterscheiden sich grundlegend von denen der geladenen Zeugen. Mit jedem Verhandlungstag verschlechtert sich die Stimmung im Dorf, aus Verdächtigungen wird offene Feindseligkeit. Alle sind überzeugt, dass Hein ein Betrüger ist. In seiner Angst, alles zu verlieren, begibt sich Hein verzweifelt auf die Suche nach Beweisen, die seine Erinnerungen bestätigen – bis er erkennt, was er lange nicht sehen wollte…
» Mitreißend vom ersten Moment! « TAZ
» Ein Film von einzigartiger Schönheit und thematischer Tiefe! « SCREEN INTERNATIONAL
» Fesselnd und hervorragend gespielt! « HOLLYWOOD REPORTER
