Finding Emily
Regie: Alicia MacDonald | Darsteller: Minnie Driver, Angourie Rice, Nadia Parkes, Spike Fearn | Großbritannien 2026
Ein über beide Ohren verknallter Musiker kennt nur den Vornamen – Emily – seiner Angebeteten, die er letzte Nacht kennengelernt hat. Doch er weiß, an welcher Uni sie studiert. 318 Emilys gibt es dort. Eine ehrgeizige Psychologiestudentin hilft bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Doch nicht aus reiner Nächstenliebe, denn hier hat sie das perfekte Fallbeispiel für ihre Hausarbeit gefunden – über Liebe und Wahnsinn…
318 Emilys gibt es an der Uni, aber Owen (Spike Fearn) sucht nur die eine. Viel mehr als ihren Namen weiß er nicht von ihr, aber wenn man verliebt ist, kann einen das nicht aufhalten. Und so stürzt der Musiker einen ganzen Campus ins Chaos, als er mit Hilfe einer Psychologiestudentin (Angourie Rice) versucht, seine Traumfrau Emily wiederzufinden. Eine Mission, aber zwei Ziele, denn ganz selbstlos ist das Angebot, Owen zu helfen, nicht. Schließlich versucht die Unterstützerin für ihre eigene Semesterstudie herauszufinden, ob Liebe wirklich verrückt macht. Wenn diese unbändige Hoffnung auf das Finden eben dieser nicht der Beweis ist, was ist es dann? Doch nicht etwa liebenswert? Aber zuerst heißt es für die beiden: Wer suchet, der findet – oder aber der Weg ist das Ziel… Alicia MacDonalds Film ist eine wunderbar klassische RomCom im Gen-Z-Gewand: verspielt, warmherzig und gerade kitschig genug, um richtig Spaß zu machen. Die Regisseurin nimmt die bewährten Zutaten aus Zufall, Missverständnissen und großer romantischer Geste und würzt sie gekonnt mit gegenwärtigem Campus- und Social-Media-Wirrwarr. Kein Neuerfindung des Genres – sondern ein erstaunlich sympathischer Beweis, dass die klassische romantische Komödie noch lange nicht ausgedient hat. FINDING EMILY lebt dabei allem voran von der Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Spike Fearn und Angourie Rice. Fearn punktet mit entwaffnendem Charme und trockenem Witz, während Angourie Rice ihrer Emily genau die richtige Mischung aus Schlagfertigkeit, Verletzlichkeit und Eigenwilligkeit verleiht. Schönes Unterhaltungskino.
» Diese Generation Z RomCom ist eine sehr sanfte, augenzwinkernde Persiflage auf die Kulturkriege an den Hochschulen und die Shitstorms in den sozialen Medien! « GUARDIAN
