Priscilla

Regie: Sofia Coppola | Darsteller: Cailee Spaeny, Jacob Elordi, Dagmara Dominczyk | USA 2023 | Biopic

Als die Teenagerin Priscilla Beaulieu auf einer Party Elvis Presley kennenlernt, wird aus dem Mann, der bereits ein kometenhafter Rock ‚n‘ Roll-Superstar ist, in privaten Momenten jemand völlig Unerwartetes: ein Verbündeter in der Einsamkeit, ein sanfter bester Freund und Priscillas erste große Liebe.

Während seiner Militärzeit lernt Elvis (Jacob Elordi) die 14-jährige Priscilla (Cailee Spaeny) kennen. Der deutlich ältere Superstar ist an dem Mädchen interessiert. Er wirbt um sie, als er nach Hause zurückehrt, schreibt er ihr, ruft sie an. Als sie 17 ist, zieht sie bei ihm in Graceland ein. Sie ist ganz vernarrt in ihn, er mit seiner Arbeit beschäftigt – und wenn er Filme dreht, gibt es oft Gerüchte um Affären mit Co-Stars…

Sofia Coppola erzählt die Geschichte ihrer Titelfigur von der ersten Begegnung mit Elvis über die Hochzeit bis zur Scheidung 14 Jahre später. Sie erzählt, auf der Grundlage ihrer Memoiren von 1985, die Geschichte einer schmerzlich einsamen jungen Frau. Die Regisseurin und ihr Kameramann Philippe Le Sourd finden eindringliche Bilder für dieses Alleinsein. Hinzu tritt ein Elvis mit sekundenschnellen, gefährlichen Stimmungsschwankungen, für Priscilla ein kontrollsüchtiges Monster, der sich sein „kleines Mädchen“ nach seinen Vorstellungen formt und ihre Isolation mit vorantreibt. Verschiedene Themen klingen an: Elvis` Angst vor „zu männlichen Frauen“ – womöglich ein Anzeichen für eine unterdrückte Homosexualität? Und warum verweigerte der Charming Boy der Nation, Seitensprüngen nicht abgeneigt, seiner Liebsten lange den Sex – Furcht, sich mit mangelnder Potenz zu blamieren? Fragen schweben im Raum, ohne im Einzelnen weiter verfolgt zu werden, denn der Film nimmt konsequent Priscillas Sicht der Dinge ein. Jacob Elordi in der Rolle des Elvis wirkt besonders stark, wenn Coppola den 1,93 Meter großen Darsteller in Relation zur mehr als 40 Zentimeter kleineren Cailee Spaeny in Szene setzt. Neben einer sensationellen Ausstattung beglückt das Drama außerdem mit großartiger Musik, die in einer von Dolly Parton gesungenen Originalversion von „I Will Always Love You“ gipfelt. Allem voran aber ist PRISCILLA Cailee Spaenys Film. Die Schauspielerin vollführt das Kunststück, ihrer zunächst stillen, unterwürfigen Figur ganz langsam ein eigenes Profil zu geben – bis zum großen Befreiungsschlag!

"Eine Reise in das dunkle Herz der Prominenz - Coppolas bester Film!" ROLLING STONE

"Ein verworrenes Märchen, träumerisch und finster!" TIME OUT

"Grandios!" ARD

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Ab 12 Jahren  |  113 Minuten
Filmplakat des Films Priscilla
Silvesterpremiere