Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery

Regie: Rian Johnson | Darsteller: Daniel Craig, Josh O'Connor, Cailee Spaeny | USA 2025 | Crime | Originalsprache: Englisch

In Rian Johnsons WAKE UP DEAD MAN: A KNIVES OUT STORY löst Daniel Craig als Benoit Blanc seinen nächsten Fall, in dessen Zentrum ein junger Priester steht… Nun also der dritte Streich. Auch diese Fortsetzung bietet alles, was ein KNIVES-Coup braucht. Vollendet schräge Figuren. Superbe Spannung. Witzige Wendungen. Star-Auftrieb. Sowie einen grandiosen Daniel Craig mit leinwandpräsenter Lässigkeit.

Der Priester Jud Duplenticy (Josh O'Connor) bekommt einen neuen Auftrag von der Kirche. Er soll Monsignore Jefferson Wicks (Josh Brolin) und dessen Gemeinde unter die Arme greifen. Dort trifft er auch auf die äußerst fromme Martha Delacroix (Glenn Close), den geschäftigen Hausmeister Samson Holt (Thomas Haden Church), die permanent unter Strom stehende Anwältin Vera Draven (Kerry Washington), den ambitionierten Politiker Cy Draven (Daryl McCormack), den städtischen Arzt Nat Sharp (Jeremy Renner), den äußerst erfolgreichen Autoren Lee Ross (Andrew Scott) und die Cellistin Simone Vivane (Cailee Spaeny). Es ist diese Gemeinschaft, die besonders erschüttert ist von einem Mord, der in der Stadt geschieht. Dessen Umstände sind jedoch derart rätselhaft, dass sich die Polizeichefin Geraldine Scott (Mila Kunis) auch nicht mehr zu helfen weiß. Also deckt sie das große Besteck auf und ruft den legendären Detektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) um Hilfe… Der Krimi lässt sich zu Anfang durchaus etwas Zeit, doch bald steigert sich die Dramaturgie gewaltig und zieht im letzten Drittel die Daumenschrauben der Spannung souverän an. Humor ist bei den KNIVES-Filmen traditionell die halbe Miete, und das mächtige Starensemble scheint höchst amüsiert. Jenseits dieser Heiterkeit schimmert messerscharfe Gesellschaftskritik. Der Monsignore mutiert zunehmend zu einem Hassprediger der übelsten Art. Gleichsam die gelungene Parodie auf jene echten rechten Influencer und fanatischen Populisten. „Make Satire Great Again“ lautet das Motto, sobald dieser Monsignore ins Bild tritt. Josh Brolin hat teuflisches Vergnügen an diesem bigotten Kirchen-Kotzbrocken. Dass er in seiner Beichte beim jungen Priester so permanent wie penetrant von seinen Selbstbefriedigungsfantasien erzählt, verleiht seinem Namen "Wicks" für deutschsprachiges Publikum zusätzliche Comedy-Qualität. Selbst Netflix lässt Johnson nicht ungeschoren. Wie er den Streamer durch den Kakao zieht? Das sollte man am besten im Kino genießen!

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Ab 12 Jahren  |  145 Minuten
Filmplakat des Films Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery