Bärbel Bohley - Tagebuch einer Auflehnung

Regie: Fosco Dubini, Barbara Marx | Deutschland, Schweiz 2025 | Dokumentation

Fosco Dubini und Barbara Marx zeichnen das Leben der DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley nach und zeigen, mit welcher Entschlossenheit sie sich gegen staatliche Repression und für Freiheit und Demokratie einsetzte. Die Doku verbindet persönliche Einblicke mit historischem Material und macht Bohleys Haltung erstaunlich greifbar. Eine eindringliche Doku über Mut, Widerstand und politische Verantwortung.

Bärbel Bohley war eine ostdeutsche Künstlerin und Bürgerrechtlerin. Sie wurde 1988 als Oppositionelle in der DDR verhaftet und zwangsweise in den Westen abgeschoben. Über die Zeit in Westdeutschland und ihre Reisen nach England, Frankreich und Italien sowie ihre Begegnungen mit westeuropäischen Intellektuellen und Politikern führte sie ein Tagebuch als Zeugnis ihres ungebrochenen Widerstands. Nach sechs Monaten erkämpfte sie ihre Rückkehr in die DDR – ein einmaliger Vorgang. Sie wurde Mitbegründerin der Bürgerrechtsbewegung "Neues Forum" und das prominente Gesicht der friedlichen Revolution 1989… Die kurze intensive Phase radikaler Veränderung 1988–89 in der DDR steht im Fokus des Films. Parallel zu den Stationen des Tagebuchs, denen die Filmerzählung folgt, schildern enge Freunde und Mitstreiterinnen ihre eigenen Erfahrungen mit der Staatssicherheit, den perfiden Unterdrückungsmaßnahmen und den Haftbedingungen im Gefängnis Berlin Hohenschönhausen. Auch die Frage, ob politische Häftlinge in den Gefängnissen möglicherweise radioaktiv verstrahlt wurden, wirft ein neues Licht auf das DDR-Regime. Zudem ergänzen die Protagonisten die Aussagen Bohleys durch ihre Perspektive.

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Ab 0 Jahren  |  106 Minuten
Filmplakat des Films Bärbel Bohley - Tagebuch einer Auflehnung