How To Blow Up A Pipeline
Regie: Daniel Goldhaber | Darsteller: Ariela Barer, Kristine Froseth, Lukas Gage, Forrest Goodluck, Sasha Lane | USA 2022
„How to Blow Up a Pipeline" begleitet eine Gruppe junger Klimaaktivistinnen und Aktivisten, die sich aus Frustration über die Wirkungslosigkeit friedlicher Proteste zu einem radikalen Schritt entschließt. Gemeinsam planen sie die Sprengung einer Ölpipeline in Texas. Der fesselnde Öko-Thriller beleuchtet die individuellen Motivationen der Charaktere und wirft drängende Fragen über die Grenzen des zivilen Ungehorsams und die Legitimität von Sabotage im Angesicht der eskalierenden Klimakrise auf.
Im Podiumsgespräch ordnen die Protestforscherin Lena Herbers und der Filmemacher Luciano Ibarra das Gesehene ein. Moderiert wird der Austausch von Sarah Moll, die als Filmemacherin und in der Medienbildung tätig ist. Im Gespräch steht zunächst die Frage im Mittelpunkt, wie sich radikaler Aktivismus und die Eskalation von Klimaprotesten filmisch verhandeln lassen – und welche Aufgabe Filmschaffende in der aktuellen Klimakrise überhaupt übernehmen können. Anschließend richtet sich der Blick auf die Realität: Wie weit darf Klimaprotest gehen? Welche Dynamiken prägen den zivilen Ungehorsam von Bewegungen wie der „Letzten Generation" und wo beginnt etwas anderes, etwa wenn klandestine Akteure wie die „Vulkangruppe" zu gezielter Infrastruktur-Sabotage übergehen?
Lena Herbers ist Doktorandin am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie forscht im Bereich sozialer Bewegungen mit einem spezifischen Fokus auf den aktuellen Klimaaktivismus. In ihrer Arbeit analysiert sie unterschiedliche Formen des zivilen Ungehorsams und verbindet dabei soziologische mit juristischen Fragestellungen.
Luciano Ibarra ist Filmemacher. In seiner dokumentarischen und filmischen Arbeit setzt er sich intensiv und praxisnah mit der Klimakrise sowie den damit einhergehenden gesellschaftlichen Konflikten und Protestformen auseinander. So kennt er aus eigener Arbeit die Frage, welche Rolle Filmschaffende in der Klimakrise übernehmen können.
