Klara und die Sonne

Regie: Taika Waititi | Darsteller: Jenna Ortega, Mia Tharia, Amy Adams | USA 2026

Was, wenn ausgerechnet eine "künstliche Freundin" versteht, was Liebe wirklich bedeutet? Oscarpreisträger Taika Waititi (JOJO RABBIT) verwandelt Kazuo Ishiguros gefeierten Roman in ein zärtlich-melancholisches Science-Fiction-Märchen über Klara, einen humanoiden Roboter, der der schwer kranken Josie zur Seite steht – und mit Jenna Ortega eine überraschend sanfte Heldin findet.

Klara (Jenna Ortega) ist eine sogenannte "künstliche Freundin". Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als das perfekte Zuhause zu ­finden. Als Klara Josie (Mia Tharia) begegnet, spürt jede von ihnen sofort, dass sie Seelenverwandte sind. Josie hat ein angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter (Amy Adams) und beide haben einen schweren Verlust erlitten, doch Klaras unschuldiges Staunen und ihre unerschütterliche Loyalität beginnen die Familie zu heilen und Licht in Josies komplizierte Welt zu bringen… Taika Waititi hält seinen sonst so ausgeprägten Hang zur schrillen Pointe bemerkenswert im Zaum und trifft damit den leisen, philosophischen Kern von Kazuo Ishiguros Roman: KLARA UND DIE SONNE erzählt weniger von künstlicher Intelligenz als von der sehr menschlichen Sehnsucht, geliebt und gebraucht zu werden. Besonders stark ist Jenna Ortega, die Klara nicht als kalte Maschine spielt, sondern mit staunender Wachheit und beinahe schmerzhafter Unschuld. Mia Tharia und Amy Adams geben dem futuristischen Gedankenexperiment zugleich emotionale Erdung. Ein stiller, bittersüßer Film über Einsamkeit, Opferbereitschaft und die verstörende Frage, ob sich Liebe tatsächlich ersetzen lässt.

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Ab 12 Jahren  |  117 Minuten
Filmplakat des Films Klara und die Sonne