Meine Frau weint
Regie: Angela Schanelec | Darsteller: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Pauline Rebmann | Deutschland, Frankreich 2026
Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf einer Baustelle. Thomas, ein 40-jähriger Kranführer, erhält einen Anruf von seiner Frau, die ihn bittet, sie vom Krankenhaus abzuholen. Er trifft sie weinend an… Nach MUSIC gelingt Angela Schanelec ein so direkter wie poetischer Film, der sich auf unterschiedlichen Ebenen mit Sprache auseinandersetzt. Eine Momentaufnahme des Lebens in der Großstadt voller Schönheit und Trauer.
Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf der Baustelle. Den 40-jährigen Kranführer Thomas (Vladimir Vulević) erreicht ein Anruf von seiner Frau Carla (Agathe Bonitzer), er solle sie im Krankenhaus abholen. Dort trifft er sie weinend an und erfährt, dass sie einen Autounfall hatte. Carla erzählt von ihrem Tanzpartner David, mit dem sie sich ein Haus auf dem Land anschauen wollte und der bei dem Unfall ums Leben gekommen ist. Während Carla darum ringt, die Ereignisse offen und ohne Auslassungen zu schildern, zieht sich Thomas immer mehr zurück. Ihre Gespräche geraten ins Stocken, Missverständnisse bestimmen den Austausch, und die Distanz zwischen beiden wächst. Sie verstehen einander nicht… Eine meisterhafte, streng minimalistische, akademische und zugleich poetische Erforschung von Sprache und Räumen – ein Film über die Herausforderung, die Leben bedeutet, und über die Suche einer gemeinsamen Sprache. Zweifelsfrei ein typischer Schanelec.
» Ein Reigen von „Sprechakten“, denen Schanelec den Anschein lässt, vom Papier zu stammen; Dialoge und Aktionen wie inspiriert von Picassos Phase des analytischen Kubismus: zerlegt in Facetten, die Emotionen reduziert und das Ganze neu zur Collage zusammengesetzt. « TAZ
