Rabia - Der verlorene Traum

Regie: Mareike Engelhardt | Darsteller: Megan Northam, Lubna Azabal, Natacha Krief | Frankreich, Deutschland 2024 | Drama | Originalsprache: Französisch

Die 19-jährige Französin Rabia folgt falschen Versprechungen und reist nach Syrien, um sich dem IS anzuschließen. Im Frauenhaus in Raqqa gerät sie in ein System aus psychologischer Manipulation und perfider Gehirnwäsche. Aus der Verzweifelten wird bald eine Mittäterin. Ein intensives Drama über die Mechanismen islamistischer Anwerbung und die Radikalisierung junger Frauen in Europa.

Im Podiumsgespräch ordnen Regisseurin Mareike Engelhardt und Dženeta Isaković von Mosaik Deutschland e.V. das Gesehene gemeinsam ein. Moderiert wird der Austausch von Sarah Moll, die als Filmemacherin und in der Medienbildung tätig ist. Im Gespräch steht zunächst die Frage im Mittelpunkt, wie sich islamistische Radikalisierung differenziert filmisch erzählen lässt, ohne zu dämonisieren oder zu verharmlosen. Anschließend richtet sich der Blick auf die Realität: Welche Dynamiken machen Frauen anfällig für extremistische Ansprachen, welche Rolle spielen dabei Identität, Ausgrenzung und digitale Räume, und was braucht es, um dem wirksam entgegenzuwirken?

Mareike Engelhardt studierte vergleichende Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte und Psychologie in Berlin, London und Paris. Ihren Weg zum Film fand sie über dokumentarische und experimentelle Arbeiten im Umfeld von Tanz und Performance, bevor sie eigene Kurzfilme realisierte. Rabia ist ihr Langfilmdebüt und feierte seine Premiere beim Festival du Film Francophone d’Angoulême.

Dženeta Isaković studierte Islamwissenschaft, Politikwissenschaft sowie Nah- und Mitteloststudien und arbeitet seit vielen Jahren in der politischen Bildung, vor allem in der Radikalisierungsprävention und Antidiskriminierungs-arbeit. Sie verantwortet bei Mosaik Deutschland e.V. den Bereich Prävention von Extremismus und Hassgewalt. Der Verein mit Sitz in Heidelberg entwickelt unter anderem Bildungsformate zu Radikalisierung, Islamismus, Rassismus und muslimischem Leben in Deutschland und verbindet dabei politische Bildung mit konkreter Präventionsarbeit vor Ort.

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Ab 12 Jahren  |  95 Minuten
Filmplakat des Films Rabia - Der verlorene Traum
JUNG UND RADIKAL: Eine Filmreihe der Bundeszentrale für politische Bildung mit anschließendem Podiumsgespräch.