Sechswochenamt
Regie: Jacqueline Jansen | Darsteller: Magdalena Laubisch, Gerta Gormanns, Lola Klamroth, Olga Prokot | Deutschland 2025
Jacqueline Jansen erzählt ohne viel Pathos von einer jungen Frau, die während der Corona-Pandemie nach Hause zurückkehrt, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten… Ein stilles, eindringliches Drama über Trauer in Zeiten der Isolation, präzise beobachtet, emotional überraschend nahbar und in der Hauptrolle von Magdalena Laubisch exzellent gespielt.
Mit dem Tod ihrer Mutter reißt es der 25-jährigen Lore (Magdalena Laubisch) den Boden unter den Füßen weg. Während ihr Inneres in einen nie dagewesen Ausnahmezustand fällt, gerät auch die Außenwelt aus den Fugen. Die Corona-Pandemie bricht aus, und ein Nebel aus Isolation und Einsamkeit legt sich über die rheinische Kleinstadt, in der die Menschen zu empathielosen Einzelkämpfern verkommen. Lore verliert den Glauben an das Miteinander. Inmitten dessen archiviert sie das Leben ihrer Mutter und ringt nach Kräften, um einen Weg der gemeinsamen Verabschiedung zu finden. Dabei muss sie sich den unterschiedlichen Formen des Trauerns innerhalb der Familie und den wie Automatismen auf sie einprasselnden Konventionen stellen… In reduzierten Bildern und langen Einstellungen erzählt Jansen vom Ringen mit Trauer in einer Welt, die sich immer weiter verschließt. Im Mittelpunkt steht die von Laubisch großartig gespielte Protagonistin, die ihren Weg durch diese emotional fordernde Zeit sucht.
» Eine Tiefe, die berührt – rau, echt und menschlich! « JURY FILMFEST MÜNCHEN
» Voller emotionaler Härte und leiser Komik! « FILMSTARTS.DE
